Den Menschen mit Menschlichkeit begegnen

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Unser Fairkauf “Der Laden” steht für gelebte Solidarität und Nachhaltigkeit. Wieso er sowohl zur Unterstützung der Grundversorgung als auch als Begegnungsort und Beratungsstelle für zahlreiche Menschen unverzichtbar ist und was ihn am Laufen hält, erklärt Koordinatorin Anna Baumbach.

Was macht den „Laden“ für die Kunden so wertvoll?
Kurz gesagt ermöglicht der „Laden“ benachteiligten Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Gerade heute hatte ich eine Anfrage von einer jungen Mutter – sie ist alleinerziehend, stockt ihr kleines Gehalt mit ALG 2 auf. Bis zur nächsten Gehaltszahlung hat sie noch 75 Euro auf dem Konto. Aber zur Lebensmittelausgabe zu gehen ist keine Option, sie möchte auf keine Hilfe angewiesen sein. Für den Discounter fehlt jedoch das Budget.


Warum ist „Der Laden“ gerade jetzt für unsere Kunden wichtig?
Coronabedingt wurden viele Menschen plötzlich arbeitslos. Wir bieten diesen Menschen einen Anlaufpunkt, sehr unbürokratisch. Man kann direkt am Tresen eine Kundenkarte beantragen. Lediglich ein Düsselpass ist erforderlich, um die Bedürftigkeit nachzuweisen. Gerade jetzt kommt es darauf an, niedrigschwellig und schnell zu helfen.

Anna Baumbach, Koordinatorin “Der Laden”

 

Was zeichnet den „Laden“ über die Grundversorgung hinaus aus?
Es geht darum, den Menschen mit Menschlichkeit zu begegnen. Unsere Mit-arbeitenden helfen beim Einpacken und Tragen, rechnen mit, um das Budget einzuhalten. Und sie schenken den Menschen ein offenes Ohr für ihre Probleme und ermutigen sie, positiv in die Zukunft zu sehen. Mehr braucht es manchmal gar nicht.


Wie ist die Spendenlage, was Lebensmittel angeht?
Seit Beginn der Pandemie bleibt für uns weniger Ware von unseren Partnern übrig. Jede Woche müssen wir für mehrere hundert Euro Gemüse, Obst und originalverpackte Lebensmittel hinzukaufen.


Was hält den „Laden“ am Laufen?
Es ist das Zusammenspiel eines großen Miteinanders. Der Laden wäre nicht ohne die Sachspenden unserer Partner, nicht ohne die tolle Mitarbeit von Studierenden und auch nicht ohne finanzielle Unterstützung privater Spender denkbar. Darauf sind wir angewiesen. Im Oktober endete eine Corona-Soforthilfe der Aktion Mensch, mit der wir z. B. Lebensmittel hinzukaufen konnten. Diese Lücke müssen wir nun versuchen zu schließen. Ein kleiner Denkanstoß: Für einen Ladentag müssen wir für rund 100 Euro Lebensmittel zukaufen. Für viele von uns quasi ein Paar Schuhe.

Helfen Sie uns, dieses für die Grundversorgung und Lebensperspektive zahlreicher junger Menschen wichtige Projekt erhalten zu können. Spenden Sie hier.

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