Ein Ort gelebter Solidarität und Nachhaltigkeit

Flingern

Nicht für jeden sind Weihnachtsleckereien und Festtagsbraten selbstverständlich. Vielen Menschen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft mangelt es sogar am Geld für ihr täglich Brot. Unser Fairkauf „Der Laden“ hilft Bedürftigen nicht nur mit Lebensmitteln zu sozialen Preisen, indem übrig gebliebene Lebensmittel angeboten werden. Wir schenken auch ein offenes Ohr, Raum für Gespräch und regen zur Selbstaktivierung an.

Um Grundnahrungsmittel und Artikel des täglichen Grundbedarfs einkaufen zu können, besuchen uns täglich rund 50 hilfebedürftige Menschen in unserem „Laden“. Menschen, deren Einkommen für den Einkauf im Supermarkt nicht ausreicht. „Vor allem am Ende des Monats fehlt es den Menschen am nötigen Geld, um Brot, Obst oder Gemüse einkaufen zu können. Aber auch dann möchten sie nichts geschenkt haben. Man unterschätzt, wie wichtig es den Menschen ist, ‚normal‘ einkaufen gehen zu können; also nicht als ‚Schnorrer‘ gelten zu müssen, sondern sich als zahlende Kunden fühlen zu dürfen“, erklärt Anna Baumbach, Koordinatorin unseres „Ladens“.

Wenn Selbstverständliches wieder wertvoll wird

Deshalb versteht sich „Der Laden“ nicht allein als Stütze der Grundversorgung. Es geht um eine ganzheitliche Stärkung der Kunden – auch in persönlicher Hinsicht. Denn diese Menschen leiden nicht nur oft unter gesundheitlichen Problemen aufgrund mangelhafter und einseitiger Ernährung. Sie sind auch vereinsamt, verunsichert und verzweifelt. „Wir versuchen, die Menschen aufzubauen, damit sie sich als vollwertige Teile unserer Gesellschaft fühlen und aktiv einen Weg aus der Krise suchen“, sagt Baumbach. 

 

Das beginnt damit, den Menschen Aufmerksamkeit und Respekt zu schenken, wie Baumbach erklärt. 

Unsere Helferinnen und Helfer kennen fast alle Kunden beim Namen, begrüßen sie persönlich und erkundigen sich nach dem Befinden. Man merkt, wie selten allein ein solches Interesse den Kunden widerfährt und wie gut es ihnen tut.

Darauf aufbauend zeigen wir den Menschen alle Wege und Möglichkeiten auf, ihre Lebenssituation zu verbessern. Dazu bieten wir parallel zu den Öffnungszeiten des „Ladens“ eine Sozialberatung an, um den Kunden zum einen alle Unterstützungsmöglichkeiten und zum anderen mögliche Wege zurück auf den Arbeitsmarkt aufzuzeigen.

Möglich ist „Der Laden“ nur durch die Mithilfe zahlreicher Lebensmittelhändler, Supermärkte und Bäckereien, die uns ihre Restwaren überlassen. Auf diese Weise landen wertvolle Backwaren, Obst und Gemüse nicht in der Mülltonne, sondern werden bedürftigen Menschen zuteil.

Allerdings müssen originalverpackte Lebensmittel und Hygieneprodukte von uns hinzugekauft werden, um den Bedarf unserer Kunden zu decken. Deshalb benötigen wir Ihre Mithilfe, um zahlreichen Menschen nicht nur zu Weihnachten das zu ermöglichen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Satt zu werden und ein genauso eigenständiger wie integrierter Teil unserer Gesellschaft zu sein.

Helfen Sie uns, dieses für die Grundversorgung und Lebensperspektive zahlreicher junger Menschen wichtige Projekt erhalten zu können. Spenden Sie hier.

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