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Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist ein großer Schritt – für Kinder ebenso wie für ihre Familien. Umso wichtiger ist es uns, unsere Vorschulkinder auf diesem Weg bestmöglich zu begleiten. Deshalb hat die Vorschularbeit in allen 17 Kindertageseinrichtungen von Flingern mobil einen besonders hohen Stellenwert.  

In unserer Kita Christus König in Oberkassel wird die Vorschularbeit seit mehr als 10 Jahren von der Sozialpädagogin Katharina Tsokri begleitet. In diesem Jahr kommen dort 29 Vorschulkinder aus allen Gruppen jeden Montag zusammen, um sich kreativ und gemeinschaftlich auf die Schule vorzubereiten.

Dabei geht es um weit mehr als Zahlen, Buchstaben und erste Schreibübungen. Unser Ziel ist es, Kinder ganzheitlich auf das viele Neue vorzubereiten, das sie in der Schule erwartet – sozial, emotional und kognitiv.  

Sozial wachsen und Gemeinschaft erleben

Ein wichtiger Bestandteil der Vorschularbeit ist das soziale Lernen. Die Kinder lernen frühzeitig die anderen Jungen und Mädchen kennen, die gemeinsam mit ihnen eingeschult werden. Auch erste Einblicke in den Schulalltag gehören dazu: Lehrkräfte zeigen den Kindern die Schule und erklären wichtige Abläufe. Gleichzeitig stimmen sich Fachkräfte darüber ab, welche Kinder gemeinsam eingeschult werden sollten, um den Übergang möglichst behutsam zu gestalten.  

Gefühle verstehen und ausdrücken

Der Schulstart ist eine emotionale Zeit. Neue Räume, neue Regeln und neue Menschen können Kinder verunsichern. Deshalb spielt auch der Umgang mit Gefühlen in unserer Vorschularbeit eine zentrale Rolle. Im Projekt „Mach nach Gefühl“ lernen die Kinder, eigene Emotionen wahrzunehmen, auszudrücken und mit ihnen umzugehen. Unterstützt wird dies unter anderem durch eine „Gefühlsampel“, mit der Kinder ihre Gefühle auch nonverbal zeigen können. So lernen sie Schritt für Schritt, Bedürfnisse zu äußern und sich mitzuteilen – eine wichtige Fähigkeit, gerade mit Blick auf die Schule. „Ein Schulhof kann ganz schön groß sein und das Gefühl, außen vor zu sein, umso bedrückender. Die Kinder sollen gerade auch in solchen Phasen lernen, sich mitzuteilen“, erklärt Tsokri.  

Begleitet wird das Thema durch passende kulturelle Angebote wie den Film „Alles steht Kopf“ oder Besuche im FFT Düsseldorf. 

 

Spielerisch lernen und Kompetenzen stärken

Auch die sprachliche und kognitive Förderung gehört zur Vorschularbeit. Mit unterschiedlichen lernpädagogischen Übungsmaterialen wie dem Würzburger Trainingsprogramm werden die Kinder spielerisch beim Erlernen sprachlicher Kompetenzen unterstützt – etwa durch Reime, Hörübungen und Sprachspiele. Auch Feinmotorik, Konzentration, Textverständnis und Logik werden gleichermaßen gefördert.

Und weil wir nicht zuletzt dafür Sorge tragen, dass die Kinder sicher durch den Straßenverkehr zur Schule kommen, gehört auch Verkehrserziehung zur Vorschularbeit. In unserer Kita St. Elisabeth besuchten die Vorschulkinder beispielsweise Polizei und Feuerwehr und lernten wichtige Regeln für den Straßenverkehr kennen. 

   

Gemeinsam Abschied feiern

Zum Ende der Kindergartenzeit steht in jeder Kita ein großes Abschiedsfest auf dem Programm, das Kinder, Eltern und Fachkräfte gemeinsam gestalten. Dazu gehören Elternnachmittage zum Schultütenbasteln ebenso wie ein Kindergottesdienst, Theaterstücke und gemeinsame Lieder.

In der Kita Christus König tragen alle Eltern zu einem großen Buffet bei. Das reicht – den vielen unterschiedlichen Kulturen in der Kita sei Dank – oftmals von Bulgursalat bis Sushi. Ein besonderes Highlight in unserer Kita St. Elisabeth ist die alljährliche Tanzaufführung unter der Leitung von Sabine Rögels.

Musikalisch geht es auch in Oberkassel zu: Hier wird zum feierlichen Abschied immer das Lied „Ade du schöne Kindergartenzeit“ gespielt. Tsokri: „Dann muss man nicht nur den Eltern die Taschentücher reichen.“