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Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, wird das Leben auf der Straße zur akuten Gefahr. Für viele wohnungs- und obdachlose Menschen bedeutet der Winter nicht nur Entbehrung, sondern ein reales Risiko für Gesundheit und Leben.
Gerade zu dieser Zeit ist unser Streetwork-Team täglich – oft mehrfach am Tag – im Einsatz. Wir sind dort, wo sich die Menschen aufhalten: am Worringer Platz, in der Altstadt und an vielen weiteren Orten im Stadtgebiet. Unser Ziel ist klar: praktische Überlebenshilfe leisten, Beziehungen aufbauen und Perspektiven eröffnen.
Vor Kälte schützen heißt Leben erhalten
Aktuell geht es vor allem darum, die Menschen vor der Kälte zu schützen: Wir erfragen, ob unsere Klient*innen bereits wissen, wo sie die Nacht verbringen, und vermitteln Schlafplätze in Unterkünften, in denen noch Kapazitäten bestehen. Viele Menschen haben jedoch Angst vor Gewalt, Diebstahl oder Konflikten in Unterkünften und entscheiden sich trotz Minusgraden dafür, draußen zu bleiben.
Für diese Menschen stellen wir – auch mit Unterstützung der Winternothilfe des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales – kälteresistente Schlafsäcke und Isomatten zur Verfügung. Diese bieten zumindest einen minimalen Schutz vor der Kälte und können im Ernstfall Leben retten.

Grundversorgung und ein offenes Ohr
Neben der Vermittlung von Unterkünften sichern wir die grundlegende Versorgung: Wir verteilen heiße Getränke, kleine Lebensmitteltüten und Hygieneartikel. Oft sind es diese scheinbar kleinen Dinge, die ganz konkret helfen – ein warmer Tee, eine Zahnbürste, ein paar Minuten Gespräch.
Gleichzeitig stehen wir für offene Gespräche und Beratung zur Verfügung. Viele unserer Klient*innen sind stark vereinzelt und haben kaum soziale Kontakte. Wir versuchen, durch regelmäßige Präsenz Vertrauen aufzubauen und Stabilität zu bieten.
Flankierende Angebote spenden Wärme
Um die Menschen auch tagsüber aus der Kälte zu holen, vermitteln wir in unsere weiteren offenen Angebote: Unser Streetwork-Café Mobilé bietet in der Charlottenstraße am Hauptbahnhof einen warmen Rückzugs- und Ruheraum. Fünfmal in der Woche öffnen wir unsere Türen, montags und mittwochs bieten wir zusätzlich warmes Essen an. Hier können sich unsere Gäste nicht nur aufwärmen, sondern sich auch von unseren Sozialarbeitenden beraten lassen. Jeden Freitag steht den Klient*innen etwa auch eine Rechtsberatung offen.
Eine warme Dusche bieten wir zudem mit dem Projekt jotdrop. An den Standorten Kommödchen und Worringer Straße haben die Menschen nicht nur die Möglichkeit, sich in einem geschützten und privaten Raum zu duschen. Der Transporter dient gleichzeitig auch als Beratungsraum, um Anträge zu bearbeiten, Probleme zu besprechen oder sich einfach bei einer heißen Tasse Kaffee aufzuwärmen.
Helfen Sie uns zu helfen
Auch Sie können helfen: Sprechen Sie die Menschen an, ob sie Hilfe benötigen. Oder helfen Sie mit einer Geldspende: Alle Sachkosten für Lebensmittel, Hygieneartikel, warme Kleidung und Kältehilfen decken wir durch Eigenmittel und Spenden. Helfen Sie uns zu helfen. Spenden Sie hier.
