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48 namentlich bekannte Menschen haben im vergangenen Jahr in Düsseldorf ihr Leben an den Folgen der Drogensucht verloren. Für diese Menschen haben die katholische und die evangelische Kirche am Montag, 21. Juli, einen Gedenkgottesdienst in der St. Elisabethkirche gehalten. 

„Wir erinnern heute an Menschen, die oft nur als Gruppe in Statistiken vorkommen. Heute geht es nicht um Zahlen, sondern um individuelle Menschen mit einem Namen, einem Gesicht, einer Stimme und einer ganz eigenen Geschichte“, so Diakon Klaus Kehrbusch. Für die evangelische Seite stand dem Gottesdienst Pfarrer Michael Schmidt vor.

Die Namen der Verstorbenen wurden einzeln verlesen, Freunde, Angehörige sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter entzündeten eine Kerze für jeden genannten Namen an der Osterkerze.

 Im Anschluss war bei einer Tasse Kaffee Zeit für Gespräche, Erinnerungen und stille Verbundenheit. 

Vor der Kirche verteilten unsere Sozialarbeitenden gepackte Tüten an die anwesenden Klientinnen und Klienten: mit Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln und Sonnenschutz. Als bleibendes Symbol des Gedenkens konnten Klebetattoos mit bunten Schmetterlingen getragen werden.

Organisiert und gestaltet haben den Gottesdienst die evangelische und katholische Kirche in der Stadt Düsseldorf gemeinsam mit den Organisationen in der Landeshauptstadt, die Hilfsangebote für drogengebrauchende Menschen anbieten: Aidshilfe, Caritasverband, Diakonie, Drogenhilfe, Flingern mobil und der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer.

Der 21. Juli wird seit 1998 als nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende begangen.