Am Düsseldorfer Komödchen und am Hauptbahnhof wird unsere mobile Dusche längst von zahlreichen Stammgästen erwartet. Jetzt sind wir auch regelmäßig auf dem Johannes-Rau-Platz für die Klientel da. Jeden Donnerstag machen wir im Schatten der Rheinkniebrücke Station.
Für immer mehr wohnnugslose Menschen in Düsselorf ist Körperhygiene eine tägliche Herausforderung, eine warme Dusche Luxus. Körperhygiene darf aber kein Luxus sein. Deshalb haben wir jotdrop auf die Straße gebracht – die erste mobile Dusche für wohnungslose Menschen in Nordrhein-Westfalen. 
Bei jotdrop ist jede und jeder willkommen – egal, in welcher Lebenssituation sie oder er sich befindet. Und da wir wissen, dass die Klientel nur sehr eingeschränkt mobil ist, kommen wir dahin, wo sich die Menschen aufhalten.
Am Komödchen und am Hauptbahnhof erreichen wir jeden Tag bis zu 50 Menschen. Viele sind bereits Stammgäste. Projektkoordinatorin Agnieszka Kuroszczyk: „An unseren Stammplätzen kennen wir die fast alle Klientinnen und Klienten beim Namen.“
Mit dem neuen Standort auf dem Johannes-Rau-Platz kommt jotdrop dem Bedarf in weiteren Stadtbezirken nach. Der Johannes-Platz ist nicht nur zentral gelegen und hat eine hohe Sichtbarkeit. Rund um die Rheinkniebrücke halten sich auch wegen des nahegelegenen Streetwork-Cafés viele wohnungslose Menschen auf. Kuroszczyk: „Weil die Klientel kaum mobil ist, kommen wir den Menschen entgegen. Dafür haben wir ja die vier Räder unter der Dusche.“
Mehr als eine Dusche: Hilfe von A bis Z
Der Duschanhänger wird nach jedem Duschgang komplett neu gereinigt. Eine saubere Einzeldusche ist in Notunterkünften die Ausnahme – das Wohlbefinden steht den Duschgästen oft ins Gesicht geschrieben. Nicht selten ist die Dusche Türöffner für weitere Hilfeleistungen, die direkt vor Ort angeboten werden: Eine Pflegefachkraft versorgt Wunden und wechselt Verbände, im Beratungsraum gibt es heiße Getränke, Kleinigkeiten zu essen und vor allem offene Ohren für die vielfältigen Probleme. Die Fachkräfte stehen für vertrauliche Gespräche, psychosoziale Beratung oder auch für die Kommunikation mit Ämtern zur Verfügung, um Anschluss an das Hilfesystem zu finden.
„Wir haben auch schon Rollatoren und Fahrräder repariert“, erzählt Kuroszczyk. „Wo wir helfen können, helfen wir. Und eine warme Dusche ist ein guter Anfang.“
Gemeinsam Würde schenken: Helfen Sie uns dabei, das Angebot zu sichern und weiter auszubauen. Unterstützen Sie unsere warme Dusche für die Straße mit Ihrer Spende: www.jotdrop.de

Initiativ gefördert wurde jotdrop von Aktion Mensc und der Sozialstiftung NRW.

